Am Strande
Rainer Maria Rilke
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Vertonung: ClassicRocks Musikernetzwerk
Gedichttext
Vorüber die Flut. Noch braust es fern. Wild Wasser und oben Stern an Stern.
Wer sah es wohl, O selig Land, Wie dich die Welle Überwand.
Noch braust es fern. Der Nachtwind bringt Erinnerung und eine Welle Verlief im Sand.
Traditioneller Text — gemeinfrei. Vertonung © ClassicRocks Musikernetzwerk.
Die Interpreten
Mike Wilbury dieses Mal am Piano, Adam Lovac am Mikrofon. Mehr braucht dieses Lied nicht. Mehr über Adam und seine Brüder gibt es hier: Die Lovac Brüder
Hintergrund
Rainer Maria Rilke (1875–1926) gehört zu den bedeutendsten deutschen Dichtern der Moderne. „Am Strande" ist ein frühes Gedicht, das die Meereslandschaft in ihrer weißen Weite und Einsamkeit beschreibt — Wellen, Wolken, Möwen, alles in Weiß aufgelöst. Rilke schrieb viele seiner frühen Gedichte in einer symbolistischen Bildsprache, die das Außen und das Innenleben des Sprechers miteinander verbindet.