Illustration für Der Mond ist aufgegangen
Matthias Claudius

Der Mond ist aufgegangen

Matthias Claudius

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Vertonung: ClassicRocks Musikernetzwerk

Gedichttext

Der Mond ist aufgegangen Die gold‘nen Sternlein prangen Am Himmel hell und klar Der Wald steht schwarz und schweiget Und aus den Wiesen steiget Der weiße Nebel, wunderbar

Wie ist die Welt so stille Und in der Dämm‘rung Hülle So traulich und so hold Als eine Stille Kammer Wo ihr des Tages Jammer Verschlafen und vergessen sollt

Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen Und ist doch rund und schön So sind wohl manche Sachen Die wir getrost belachen Weil uns‘re Augen sie nicht seh‘n

Text & Musik: Traditionell, arrangiert von Ian Watts & Mike Wilbury,

Traditioneller Text — gemeinfrei. Vertonung © ClassicRocks Musikernetzwerk.

Hintergrund

Dieses berühmte Volkslied basiert auf einem Gedicht von Mathias Claudius (1740 - 1815). Viele Komponisten haben dieses hochpoetische Gedicht vertont, darunter so bekannte namen wie Carl Orff und Franz Schubert. Die bekannteste Vertonung, die auch wir für unsere Version gewählt haben, stammt von Johann Abraham Peter Schulz (1747 – 1800). Wenn man berücksichtigt, wie populär dieses Lied im deutschen Sprachraum ist, so verwundert es, dass die Melodie in anderen europäischen Ländern zum Teil gänzlich unbekannt ist (so etwa in England). Eine englische Version des berühmten Volksliedes haben wir im Jahr 2009 auf der Nursery Rhyme Collection veröffentlicht: The Moon Is Gently Rising. Unsere deutsche Version wird gesungen von Adam Lovac, zum Zeitpunkt der Aufnahme 11 Jahre alt.

Das Abendlied von Matthias Claudius (1740–1815) gehört zum Kostbarsten der deutschen Liedtradition. Es erschien 1779 in einem Almanach und wurde 1790 von Johann Abraham Peter Schulz vertont. Besonders die letzte Zeile — „Und unsern kranken Nachbar auch!" — ist wegen ihrer menschlichen Wärme unvergessen.