Mondnacht
Joseph von Eichendorff
Anhören
Vertonung: ClassicRocks Musikernetzwerk
Gedichttext
Es war, als hätt' der Himmel die Erde still geküsst, Dass sie im Blütenschimmer von ihm nun träumen müsst.
Die Luft ging durch die Felder, die Ähren wogten sacht, Es rauschten leis' die Wälder, so sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus.
Traditioneller Text — gemeinfrei. Vertonung © ClassicRocks Musikernetzwerk.
Die Interpreten
Auch Lioba Wagener ist Schülerin der Liebfrauenschule Mülhausen. Im Gegensatz zu den anderen jugendlichen Mitwirkenden besuchte sie zum Zeitpunkt der Aufnahmen allerdings schon die Oberstufe. Das Lied wurde in einer anderen Version bereits auf der Neuen Liedersammlung veröffentlicht. An der Fiddle hört man erneut Mat Williams (s.o.), an den Drums Ian Watts (Mikes musikalischer Partner, Produzent und treibende Kraft hinter der Nursery Rhyme Collection). Auf der Neuen Liedersammlung wurde eine andere Version desselben Titels veröffentlicht: Hier anhören
Hintergrund
„Mondnacht" gilt als eines der schönsten Gedichte der deutschen Sprache. Eichendorff schrieb es 1835. In drei knappen Strophen entfaltet es ein Panorama der romantischen Nacht — die Erde als Geliebte des Himmels, der Wind in den Feldern, die Wälder und schließlich die Seele, die sich in die Nacht hinausschwingt und nach Hause fliegt. Robert Schumann vertonte das Gedicht in seinem Liederzyklus „Liederkreis" op. 39.